ich gebe auf …

Gazella hasst Geschirrtragen – das geht so weit, das sie nicht gerne rausgeht. Sobald ich „Gassi“ sage, geht sie auf Tauchstation. Gehe ich auf die Toilette (gegenüber hängen Leine und Geschirr) springt sie auf und schaut misstrauisch … usw.

Seit gestern trägt sie also statt dem Stoffhalsband, ein richtiges (darunter ist das SerestroHB) und schon heute kann ich deutliche Veränderungen sehen.

Sie ist nicht aufs Balkonklo, gegangen, sondern hat gewartet, bis ich sie angeleint habe. Sie hat sich auch draussen viel freudiger auf „Arbeiten“ eingelassen …

und die auffälligste Veränderung …

sie liegt jetzt lieber bei mir, statt im Schlafzimmer .. Da sie inszwischen in Alltagssituationen phantastisch an der Leine geht, lasse ich sie also nun am Halsband laufen. Sobald die Schlepp dran muss, kommt das Geschirr dran, welches ich aber erstmal nur draussen anziehe

das Geschirr

ein elendiges Thema!

Gazella hat nie etwas blödes damit erlebt, aber vom ersten Moment lehnt sie jede Form der Einschränkung ab (btw – Halsband ist nicht wesentlich entspannter!)

Sobald ich das Geschirr hole, geht sie auf Tauchstation … und das von Anfang an 🙁

Vor jedem Geschirrwechsel habe ich mit dem neuen Geschirr trainiert, so dass sie das neue Geschirr mochte – nunja – genau solange, bis sie es zum ersten mal wirklich tragen musste …

Seit einiger Zeit passt ihr nun Junis Jugendgeschirr – und natürlich mag sie es auch  nicht…

Doch jetzt habe ich eine neue Morgenroutine – jeden Morgen lege ich das Geschirr aufs Sofa und streue Leckerlies drum rum.

Inzwischen kann ich das Geschirr auch bewegen wenn sie da ist, und wenn es genug Futter war, hält sie auch ein Morgenschläfchen neben dem Geschirr
nur Anziehen findet sie immer noch sehr doof – doch auch da bemerke ich minimale Verbesserungen. Sie rennt immernoch weg, aber nicht mehr so vehement, und sie zittert nicht mehr beim Anziehen – aber es wird wohl noch ein langer Weg, bis sie es wirklich liebt ….

mir stinkts

Es ist Spät Abends – die „Gute Nacht“ Routine ist bereits beendet …

plötzlich springt Gazella aus dem Bett und scharrt am Hundegitter ….

Oh Prima, denke ich – sie muss nochmal! Und gehe mit ihr auf den Balkon. Es dauert ein wenig, bis sie wiederkommt. SIe rennt an mit vorbei ins Schlafzimmer und legt sich auf ihre Decke …

Der Geruch? der GERUCH! es stinkt pervers – und ich sehe, was sie auf dem Balkon wollte. Sie hatte wohl vor einige Tagen ein Hundesteak im Blumenkasten gebunkert – und das ist ihr wieder eingefallen.

Mit Ach und Krach hindere ich sie daran, das ekelhafte Ding bei mir im Bett zu verspeisen …. den Geruch muss ich wohl (temporär) aushalten … also ganz schnell die Balkontüre im Schlafzimmer auf und Gute Nacht!

OK, ich kann also mit ruhigem Gewissen sagen, die Nase hat mich nicht an einem guten Schlaf gehindert 😉

Welpentraining im Lockdown

Ja, es war der denkbar schlechteste Zeitpunkt, sich ein süßes kleines Welpie ausgerechnet jetzt anzuschaffen. Klar, ich habe gerade jetzt viel (ungeplant) freie Zeit und kann mich so Prima um den zu Zuwachs kümmern.
Gazella ist mein erster Welpe und heute wird sie 6 Monate. Schon jetzt kann ich das Pupertier in ihr sehen. Gestern noch Welpentypisch ist alles toll und heute findet sie schon einiges gruselig – oder bellt auch schon gerne mal etwas an (vorallem von Balkon herunter …)
Und ausgerechnet jetzt sind hier alle Hundeschulen zu … und ich merke es – jeden Tag ein wenig mehr
Dank Juni und vielen geduldigen und tollen Trainern habe ich eine riesige gut gefüllte Werkzeugkiste und komme damit recht gut zurecht.
Auch die wirklich wichtigen Dinge kann man super alleine trainieren, so ist das einzige, was mein Welpie bisher wirklich gelernt hat Rückruf, Rückruf, Rückruf … und ach ja, Rückruf 😉 der sitzt!
Dennoch fehlen mir Freunde, Mitstreiter und Trainer zum regelmäßigen Austausch. Einige Dinge kann man halt nicht alleine trainieren. Z.B Besuch, oder Training in Anwesenheit anderer Hunde, oder kontrollierte Begegnungen.
So ist man viel auf die zufälligen Begegnungen im Park angewiesen. Doch genau da beginnt die Krux!
Ja, man kann ganz toll trainieren, dass andere Menschen nicht begrüßt, geschweige denn angesprungen werden, dass weder Jogger, Radfahrer oder Krähen gejagt werden – da bekommt man meist auch prima Feedback 😉
Anders sieht das bei Hundebegegnungen aus. Gerade in einer Stadt, in der so gut wie jeder Hund offline läuft, ist das wirklich schwierig.
Erst waren es die Hundehalter, die mich asozial fanden, weil ich meinen kleinen Welpen bei heranstürmenden Hunden einfach hochgenommen habe
JA! mein kleiner Welpe muss nicht gleich umgebügelt werden, der wird davon weder sozialisiert, noch sozial.
Jetzt sind es aber die Hundehalter, die mitten auf den großen Wiesen stehen und die Umgebung scannen. Sobald sie einen Hund erspähen wird Kurs aufgenommen, egal ob der Hund an der Leine ist, oder nicht. Ausweichen? Zwecklos!
Nagut, ich habe einen kleinen Wirbelwind, der gerne spielt und auch mit der Wahl der Partner nicht wählerisch ist. Ob groß oder klein, langsam oder schnell, sie kommt mit allem recht gut zurecht. Noch wird sich in wohlerzogener Welpenmanier erstmal klein gemacht und um die Aufmerksamkeit gebettelt. Doch so langsam kommt auch hier ein Pupertier zum Vorschein. Sie fängt ihrerseits an, nach Hunden zu schauen, und sich, sobald gesichtet, hinzulegen und zu starren – oft gefolgt von einem Überfallartigen hingerenne. Ich versuche das zu verhindern, in dem ich sie frühzeitig anspreche und mich immer wieder mit ihr abwende. Jede höfliche Verhalten wird von mir hochwertig belohnt …
doch oft wird das Training sabotiert – denn während sich Gazella wieder mir zuwendet, rumpelt von irgendwie her ein Hund in uns rein 😕
Es ist erschreckend, wie viele Menschen meinen, Welpen/Junghunde müssen bis zum Umfallen spielen um glücklich zu sein ..
Wenn es denn wenigstens Spiel wäre
Leider halten viele Hundehalter mobben, rempeln, zwicken für Spiel .. rufe ich dann meinen Jungspund ab, bin ich mal wieder asozial, denn Hunde brauchen Sozialkontakte!
NEIN, auf solche Kontakte kann jeder Hund verzichten! Egal ob meine grad der Wadenbeisser ist, oder ob sie gerade gemobbt wird – beides muss nicht sein!
ich bin echt froh, dass ich Freunde habe, die mir die Gelegenheit geben, Gazella freundliches Benehmen beizubringen – und die Akzeptanz, dass nicht jeder Hund spielen möchte ….

Jahreswechsel mit Welpe – eine so ganz andere Erfahrung

Zugegeben, ich habe mir vorweg deswegen keinen allzu großen Kopf gemacht – Gazella zeigt keinerlei Auffälligkeiten bezüglich Geräuschen und durch die aktuellen Auflagen und Verbote bin ich eher von einer ruhigen Silvesternacht ausgegangen. Dennoch – Juni hat mich einiges in Punkto „Überraschungen“ gelehrt, und so habe ich frühzeitig einen sicheren Ort angefangen aufzubauen, und habe uns mit Erdnussflips eingedeckt.
Silvester früh erst noch einen schönen Spaziergang mit einer Freundin und Baldo einem netten und verspielten Schäfi gemacht und dann Mama abgeholt. Spontan fahre ich noch ins Futterhaus um einen Sack Frolic zu kaufen.
doch wie es aussieht bleibt es bei einer ruhigen Nacht. Irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit höre ich die ersten Böller – Click und Flips … Gazella findet das ganz cool, aber eigentlich schläft sie nun lieber! Und so bleibt das, Gazella verschläft die einzelnen Böller und Raketen.
kurz vor MItternacht häufen sich die Raketen und Böller wovon Gazella aufwacht und sofort zu mir kommt. Click & Flips – doch mit zunehmender Knallerei werden die Flips uninteressant – doch Frolic wird ein Highlight! der Clicker feuert Salven und der Müll (Frolic) wandert in den Hund. Gazella wird immer aufgeregter und will unbedingt auf den Balkon – ich zögerge – doch sie will, also sichern und raus! Sie bellt die Raketen an – und in einer extrem hohen Rate Clickere ich.
Voller Erwartung setzt sie sich vor mich, die Böllerei verliert immer mehr ihre Aufmerksamkeit. Wir gehen wieder rein – und Gazella fängt an ihre Kekse einzufordern.
doch es ist alles aufregend, und draussen lösen ist nicht – also geht es in die Küche – aber in dieser besonderen Nacht kann ich damit leben.
Neujahr – Gazella besteht auf das frühe Aufstehen – von mir aus *gähn*
aber dann bestehe ich auf einen schönen Neujahrsspaziergang!
und nun – Pause und ausschlafen