Welpentrainingstagebuch Teil 3

so langsam gehe ich auch neue Aufgaben an – sie lernt so irre schnell!

so steht neben dem Handtouch (nur Sichtzeichen) nun auch das Sitz als Wortsignal und das Platz mit Sichtzeichen auf dem Stundenplan.

Sitz bietet sie von sich aus an – so dass ich das einfach nur eingefangen habe und dann mit einem Wort belegt habe. Als nächstes kommt ein Sichtzeichen hinzu.

Platz bietet sie nicht von sich aus an, so dass ich einen klassischen Weg gewählt habe. Da stecken wir aber noch in den Anfängen.

der Handtouch ist auch draussen schon bei geringer Ablenkung abrufbar.

Auch mit dem Rückruf sind wir weiterhin auf einem guten Weg – so gut, dass ich keine Videos mit dem Rückruf Pfiff mit Ton ansehen darf 😉

Stubenreinheit dagegen ist und bleibt eine Herausforderung. Sie zeigt schön an, indem sie zur Balkontüre rennt – SUPER! – und jetzt kommt das ABER. Wehe ich bekomme es nicht mit, ok, eigene Schuld, sie hat nunmal noch ne Mädchenblase – das andere Problem ist, mein Timing beim Loben? Denn oft pieslt sie draussen, ich lobe und gebe ihr den geforderten Keks – und keine 5 Minuten später kommt ein Nachschlag im Wohnzimmer. Spannenderweise zeigt sie den nie vorweg an

und dann ist da das Thema Ruhe ….

Welpentrainingstagebuch Teil 2

ok, schauen wir mal, was der aktuelle Stand ist

Ruhe? ein riesiges Thema, Gazella hat definitiv sehr gute Duracell Batterien! Aber was solls, wir bleiben dran. Jeden Tag verwende ich ca 10-15 mal das Wort „Easy“ um das Wort mit Entspannung zu konditionieren.
Boxentraining steckt noch in den Kinderschuhen, aber immerhin geht sie inzwischen von sich aus hinein, um zu sehen, was da leckeres drinnen liegt – und bleibt, sofern das Gutti nicht zu groß ist, auch drinnen, bis es verspeist wurde also alles soweit auf Kurs

ach ja – der Relaxo läuft auch 😉

Stubenreinheit:
das große Geschäft wird Prima draussen erledigt. Sie meldet das bereits durch anstubsen, dass sie raus muss. Damit meint sie allerdings die Balkontoilette. Unten ist alles noch sehr sehr aufregend – vorallem, seit ihre erste Hundebegegnung draussen nicht schön gewesen ist.
Beim Piesln sieht es etwas anders aus. Ums genau zu sagen, ich kanns nicht sicher einschätzen. Vor 2 Tagen ist sie in den Gartenteich gefallen aus dem ich sie retten musste. Ich habe mir eine Erkältung zu gezogen, Gaz hatte am nächsten Morgen vermehrten Harndrang. Und so ging es innerhalb von 5 Minuten nach dem draussen pieseln noch 3 mal auf den Teppich. Seitdem nichts mehr – aber das zuverlässige Melden fehlt noch.

Hundebegegnungen: stand eigentlich noch nicht auf einem Trainingsplan, aber nachdem die erste Begegnung so gruselig war, achte ich aktuell vermehrt auf tolle Begegnungen mit tollen und freundlichen Hunden in jedem Alter. So hat sie nun schon Bella, Rex und Mimi kennen gelernt und für harmlos befunden, Amy und Anue findet sie zwar doof, aber die beiden sind einfach weg gegangen – da sie im Garten aber oft anzutreffen sind, wird sich das sicher bald geben.

Clicker ist konditioniert und wird auch so schon eingesetzt. Sie lernt irre schnell <3, also habe ich auch den Handtouch schon eingeführt und die ersten Pfiffe ertönten auch schon 😉

neu auf den Trainingsplan kommt: Auto oder Radfahren in der Box – das findet sie völlig überflüssig. Da ich aber immer viel unterwegs bin, und das auch gerne weiter mache, steht das in den nächsten Tagen auf dem Plan.

aaah, ja, genau, da war ja noch was – Alleine bleiben! bisher gehe ich da in winzigen Schritten vor. Sie kann aktuell 3 Sek in einem anderen Raum sitzen oder liegen, ich mache die Tür zu und wenn ich sie wieder aufmache, ist sie noch genau an der Stelle 🙂
Heute war ich mutig, und habe sie für eine Minute alleine in der Wohnung gelassen um ein Paket beim Nachbarn zu holen. Sie hat zwar geschaut, wo ich hingegangen war, hatte aber keinen Stress und wurde auch nicht laut. Und glaubt mir, dieser Hund leidet niemals nicht leise 😉

Welpentrainingstagebuch Teil 1

gestern ist die kleine Hexe endlich eingezogen! eine lange Wartezeit hat ein Ende gefunden. In der ersten Woche steht nicht viel auf dem Stundenplan

– Ruhe
– Stubenreinheit
– Spass
– Konditionierung des Clickers

Mit der Ruhe hat sie es grade nicht so, viel zu spannend ist alles in der neuen Umgebung, die Geschwister, Mama, Onkels und Tanten fehlen – und überhaupt ist alles anders. Doch wir arbeiten daran. Gestern Abend habe ich schon angefangen beim Entspannen das Entspannungswort einzuführen – und das werde ich einfach in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder wiederholen.

Stubenreinheit – was sie zuhause konnte, selbstständig rein und raus gehen, ist hier halt nicht – und auch ist ja alles anders. Das erste Häufchen war gleich nach der Ankunft – und nein! Damit hab ich nicht gerechnet, sie ist artig auf der Wiese gewesen, aber dass da noch ein Riesenhaufen drin war, damit hab ich nicht gerechnet.
Die erste kleine Pfütze passierte auf der falschen Seite der offenen Balkontüre – ich hatte es sicher erkannt, dass sie musste, aber das draussen fand sie wohl noch komisch.
Bei der 2. habe ich telefoniert 😉 – will heute halt jeder wissen, wie es uns geht
Alles andere wurde toll draussen gemacht. Nur gestern Abend, bei Dunkelheit, konnte sie nicht an der Strasse was machen. Aber dafür habe ich ja mein Balkonklo 🙂

Spass haben wir jede Menge

und das mit dem Clicker gefällt ihr. Hier mal die erste Session:

und jetzt ist das Baby endlich müde 😉
und ich kann mich an den Speckles erfreuen

 

Warum? – WWA Teil 2

Warum?

Warum? Diese Frage höre ich in letzter Zeit öfters. Um genau zu sein, seit ich bekannt gegeben habe, dass ich mir einen Welpen von einem Züchter hole.

WARUM? Ist aktuell anscheinend eine Frage, die es in vielen Facetten gibt.

Warum? Es gibt doch so viele tolle Hunde im Tierschutz.
Warum? Du bist doch selber im Tierschutz aktiv!
Warum? Muss doch kein Rassehund sein …
Warum? Juni war doch auch aus dem Tierschutz!

ja, warum eigentlich?

Ist nicht so, dass ich mir diese Frage schon gestellt habe. Und ja, ich habe mir diese Frage auch beantwortet. Ich möchte euch, die ihr diese WARUM Frage jetzt stellt, an der Antwort teilhaben lassen.

Ja, Juni war aus dem Tierschutz – und sie war der tollste Hund, den ich mir wünschen konnte. Sie passte perfekt in mein Leben und hat einen Teil meines Herzens erreicht, zu dem weder Mensch noch Tier jemals Zutritt bekommen hatte. Mein Leben habe ich um Juni herum gestaltet, und ich hatte das Glück, dass es in meinem Umfeld Menschen gab, die mit mir diesen Weg gegangen sind. Ohne diese Menschen wäre ich Juni nicht gerecht geworden. Nicht, dass ich ihr nicht genug Aktivität hätte bieten können, oder das Geld für Tierarzt, Training und Futter nicht gereicht hätte, das alles war kein Problem.
Nein, aber Juni war auch speziell. Durch ihre Geschichte und ihre Erfahrungen hat sie einige „Baustellen“ mitbekommen. So war sie nicht mit allen Menschen und Tieren verträglich, litt unter massivem Trennungsstress, Geräuschangst und hatte schwere gesundheitliche Defizite. Ich arbeite Vollzeit und muss in Ausnahmefällen auch mal mehrtägig reisen.

Und genau da fangen die Schwierigkeiten an. Einen Hund wie Juni kann man nicht einfach „irgendwo“ abgeben. Eine Hundepension? Für Juni ein No-Go! Bei Freunden mit Kindern? Keine Chance! Mit anderen Tieren? Auch keine Chance! Aber ich hatte ja unsere perfekte Lösung 🙂 und so war es bei Juni kein Problem.

Doch diese perfekte Lösung scheidet nun altersbedingt aus.

Gut, aber es gibt doch auch ganz tolle, einfache Hunde im Tierschutz. Ja, die gibt es! Aber es steht nicht auf deren Stirn geschrieben. Auch Juni habe ich als „einfachen Anfängerhund“ bekommen … was ist, wenn der süße, tolle einfache Hund, genau solche Baustellen mitbringt? Arbeiten muss ich. Wieder abgeben kommt für mich nicht in Frage – leiden wir dann beide? Ist das dem Hund fair gegenüber?

Jaaaa- aber .. auch Welpen können so werden! Stimmt! Ein Welpe ist ein unbeschriebenes Blatt, ein Rohdiamant, der erst nach der Politur sein Potential zeigt. Bei einer guten Zucht kenne ich aber die Eltern, und vielleicht auch Großeltern und andere Verwandte. Ich kenne das Wesen der erwachsenen Hunde und kann so ungefähr einschätzen, was in diesem kleinen Hund steckt … freundlich, aktiv, gesund (sofern vorhersehbar) und wie groß sie werden. Ich sehe, was die Welpen schon alles lernen und kann sie schon lange vorm Einzug besuchen. Ganz viele Faktoren, die mich erahnen lassen, wohin sich dieser Welpe entwickeln kann.

Dieser Welpe kann lernen, sich in mein Leben einzupassen und seine Welt wird nicht einstürzen, wenn ich mal eine paar Tage nicht da bin und er in der Tierpension sein muss. ICH bin für die Erfahrungen für dieses kleine Wesen verantwortlich und kann sehr viele Faktoren in seinem Leben bestimmen, so dass es der perfekte Hund für mich werden kann.

Daher wird es genau dieses eine Mal ein Welpe werden .. ein Welpe aus sehr guter Zucht!
Ich danke Viktoria Kastner, von der Zuchtstätte Pleistozaen, dass sie mir diesen Rohdiamant anvertraut!

 

 

WWA

WWA – Welt-Welpen-Abholtag

eine unruhige Nacht liegt hinter mir. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Ein Welpe, ein Rohdiamant – kann ich diesem jungen Leben wirklich gerecht werden? Oder wird es mich überfordern? Unendliche viele Gedanken.

Auch Juni geistert durch meine Gedanken – mein Herz, meine Seele. Ja, ich hoffe, dass Gazella ihr ähnlich wird! Bin ich da unfair?

Lauter unfertige Gedanken … Aber die Würfel sind gefallen! Heute ist es so weit und Gazella wird die weite Reise zu mir nach Hause antreten.

Das Abenteuer Welpe beginnt! Und so werde ich ab heute Gazella ganz offiziell dieses Tagebuch übergeben.

Drückt uns die Daumen, dass wir gut über die Grenzen kommen. Corona macht die Situation echt unübersichtlich!